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F.i.P.S Familienintegratives Projekt zur Suchtprävention

Soziale Gruppenarbeit für Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien

Aufgabe

Diese Kinder brauchen externe, professionelle Hilfen in verschiedener Weise, die sinnvoll vernetzt ihnen bei der Bewusstmachung und Verarbeitung ihrer Situation helfen und ihnen gleichzeitig eine Perspektive eröffnen, die sie in Zukunft vor einer Suchtentwicklung bewahrt.

Kinder aus alkoholbelasteten Familien brauchen vielfältige Hilfe und Unterstützung. Einige dieser Kinder sind sehr unauffällig und wirken angepasst. Sie scheinen oft (ihrem Alter nicht angemessen) vernünftig und selbständig. Andere Kinder wiederum fallen durch Unruhe oder den ständigen Drang zu "Clownerien“ auf.Wiederum andere fühlen sich für alles, was um sie herum geschieht, schuldig. In der Literatur werden noch weitere typische Rollenfixierungen bei Kindern aus Alkoholikerfamilien beschrieben.

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Die Alkoholproblematik der Familie bleibt häufig über lange Zeit von der Aussenwelt unbemerkt. Bis Aussenstehenden die ersten Symptome auffallen, hat sich meist schon ein jahrelanger familieninterner Prozess abgespielt, bei dem die Grundbedürfnisse der Kinder nach Geborgenheit und Liebe von den Eltern nicht erfüllt wurden. In dieser Zeit haben sich feste Rollenverteilungen innerhalb der Familien etabliert, die das Überleben des „Organismus Familie“ auf einige Zeit sicherten. Alkoholikerfamilien entwickeln häufig eine hermetische Abriegelung nach aussen, das „Familiengeheimnis Sucht“ wird um jeden Preis gewahrt. Ist die Fassade der intakten Familie einmal gebröckelt und die Alkoholproblematik ans Tageslicht gekommen, findet man Kinder vor, die Verhaltensstörungen, Rollenfixierungen und eine hochgradige Disposition zu einer eigenen Suchtentwicklung mitbringen. Diese Kinder brauchen externe, professionelle Hilfen in verschiedener Weise, die sinnvoll vernetzt ihnen bei der Bewusstmachung und Verarbeitung ihrer Situation helfen und ihnen gleichzeitig eine Perspektive eröffnen, die sie in Zukunft vor einer Suchtentwicklung bewahrt.

Angebot / Zielgruppe

F.i.P.S bietet Kindern aus Alkoholikerfamilien, Mädchen und Jungen von 8 – 15 Jahren, ambulante soziale Gruppenarbeit nach §29 KJHG an. Die Gruppensitzungen finden zwei Mal pro Woche für jeweils drei Stunden statt. Angeleitet wird die Arbeit von jeweils zwei sozialpädagogischen Fachkräften (männlich und weiblich), die über Erfahrung mit Kinder-, Jugend- und Suchtarbeit verfügen.

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Ziele / Methoden

Vorrangig geht es bei der Betreuung der Kinder darum, ihnen eine Umgebung zu bieten, die ihnen Geborgenheit, Sicherheit und Vertrauen- Können vermittelt und so durch eine positive Lebenseinstellung ihre Persönlichkeitsentwicklung fördert. Die Kinder sollen sich wohl und geborgen fühlen, akzeptiert und ernstgenommen. Sie haben die Möglichkeit zu spielen, zu basteln, zu malen und sich kindgemäss zu verhalten.

Die Kinder können spielend und spielerisch lernen, dass Selbstausdruck und Selbstdarstellung wichtige Bestandteile des menschlichen Miteinanders darstellen und Voraussetzung für ein gesundes Aufwachsen sind.

In der Arbeit mit den Kindern soll es sowohl um die Aufdeckung und Bearbeitung von aktuellen Konflikten gehen, als auch um das Realisieren und Verändern von ungünstigen Verhaltensmechanismen in, aber auch ausserhalb der Familie.

Gemeinschaftsfähigkeit, Beziehungsfähigkeit, Handlungsfähigkeit, Selbstvertrauen und Motivation werden erübt. Als therapeutische Mittel werden Gruppenspiele, Regelspiele, Rollenspiele, Handpuppenspiele, Theater, Sketche und Körperarbeit eingesetzt. Gesprächsarbeit findet in Einzel- sowie Gruppensitzungen statt. Die Kinder erhalten so die Möglichkeit, neues Verhalten auszuprobieren und gegebenenfalls zu korrigieren.

Zu den Eltern wird in regelmässigen Abständen Kontakt gehalten. Es finden Sitzungen sowohl mit Eltern, als auch mit Eltern und Kindern statt. Gegebenenfalls werden auch Termine innerhalb der häuslichen Umgebung der Kinder gemacht.

Kostenübernahme / Anmeldung

Die Massnahme muss vom örtlichen Jugendpsychiatrischen Dienst bzw. Jugendamt befürwortet werden. Es wird für jedes Kind ein individueller Hilfeplan erstellt. Für mindestens einen Erziehungsberechtigten besteht eine Einwilligungspflicht.

Kontakt

Hr. Thielebein
030-75 44 68 01

 
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